Schiffsunglück der „Costa Concordia“
Vor der italienischen Westküste nahe der Insel Giglio ist am letzten Freitag (13.01.2012) das Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ gesunken. Die genaue Unglücksursache ist bisher ungeklärt. An Bord auch 35 Passagiere aus Palma de Mallorca.
veröffentlicht am: 16.01.2012
Vor der italienischen Westküste nahe der Insel Giglio ist am letzten Freitag (13.01.2012) das Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ havariert. Die genaue Unglücksursache ist bisher ungeklärt. An Bord auch 35 Passagiere aus Palma de Mallorca.
Abends gegen 22:00 erschütterte ein dumpfer Schlag das Schiff, worauf die Lichter an Bord ausfielen und sich dass Schiff zur Seite neigte. Die italienische Staatsanwaltschaft ermittelt. Zur Stunde hat sich die Zahl der Toten auf sechs, darunter ein mallorquinischer Rentner, erhöht. 14 weitere Personen, auch hier zwei Mallorquiner, gelten noch immer als vermisst.
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Kapitän der „Costa Concordia“
Als Hauptverantwortlicher muss sich der Kapitän der „Costa Concordia“ Francesco Schettino verantworten. Er sitzt in Untersuchungshaft. Der Anklagevorwurf lautet auf fahrlässiger Tötung und Verursachung eines Schiffsbruchs. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft. Die Staatsanwaltschaft wirft Schettino unter anderem vor, sich der Insel Giglio „sehr ungeschickt“ genähert zu haben, was zu der Kollusion mit dem Felsen „Le-Scole“ geführt habe. Weiterhin habe er das Schiff bereits zu einem Zeitpunkt verlassen, als ein Großteil der Passagiere und der Besatzung noch nicht geborgen war.
Schettino hingegen wehrt sich öffentlich gegen die erhobenen Vorwürfe. In einem TV-Interview sagte er: "Wir haben als Letzte das Schiff verlassen." Auch sei der für die Havarie verantwortliche Felsen auf keiner Seekarte vermerkt gewesen. Experten klären zur Stunde den genauen Tathergang. Von ihrem Urteil dürften die Beantwortung der Schuldfrage sowie die Höhe des Schuldmaßes abhängen.
An Bord des mit 4.229 Passagieren besetzen Schiffes befanden sich neben rund 500 deutschen Gästen auch 35 Mallorquiner. Sie waren am vergangenen Dienstag im Hafen von Palma de Mallorca zugestiegen. Die „Costa Concordia“ war unterwegs zu einer Mittelmeerkreuzfahrt mit der Wegroute Civitavecchia - Palermo (beides italienisches Festland) – Cagliari (Sardinien) – Palma de Mallorca – Barcelona (spanisches Festland) – Marseille (Frankreich). Seit 2006 steuerte die „Costa Concordia“ 188 Mal den Hafen von Palma an.
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