Französischer Tourismusboom auf Mallorca

Pollenca-2-07

Das neben Spanisch und Katalan auch Deutsch und Englisch zum sprachlichen Alltagsbild auf Mallorca gehören, daran haben sich die Mallorquiner nach rund 50 Jahren Tourismushistorie bereits gewöhnt. Statistischen Erhebungen zufolge, kamen 2007 zwischen 9 und 10 Millionen Urlauber, überwiegend aus Deutschland und dem Vereinigten Königreich, nach Mallorca.

Für die aktuelle Saison 2011, rechnen Tourismusexperten mit einem französischen Gästezuwachs von derzeit rund 30 Prozent. Für die beliebten Sommermonate Juli und August, konnte sogar eine „Buchungssteigerung von 75 Prozent“ verzeichnet werden, wie der Leiter der Marketing-Abteilung des balearischen Tourismusministeriums, Vicente Torres, der Mallorcazeitung mitteilte. Gerade der von deutschen Touristen bevorzugte Süden, rund um die Playa de Palma, registriert einen deutlichen Anstieg an französischen Ferienurlaubern.

Obwohl Frankreich für 2011 prognostisch das größte Urlauberwachstum zugeschrieben wird, müssen für einen repräsentativen Vergleich, die Referenzwerte aus den Jahren 2010 und 2009 hinzugezogen werden. Noch im letzten Jahr kamen nur knapp 175.000 Franzosen nach Mallorca.

Der erwartete Zuwachs von rund 75 Prozent für die aktuelle Saison, basiert demnach auf einem vergleichsweise niedrigen Absolutwert. Mit etwa 306.000 Urlaubern aus Frankreich, liegt der erwartete Gästezuwachs dennoch deutlich über den tatsächlichen Zahlen französischer Urlauber aus dem Jahr 2009. Damals bereisten etwa 208.000 Franzosen die Baleareninsel.

Der Zuwachs an französischen Urlaubern auf Mallorca lässt sich unterschiedlich begründen. Als Hauptargumente können zum Beispiel die politischen Unruhen und Terrorakte, in bis dato beliebten Reiseländern wie Ägypten und der Türkei, sowie das ausgezeichnete Preis-Leistungsverhältnis herangezogen werden.

Gerade die Reisezielgruppe 60+, für die der Sicherheitsfaktor ein wichtiges Auswahlkriterium des Urlaubslandes ist, trifft man derzeit bevorzugt auf Mallorca. Viele kommen zum ersten Mal, wie eine Rentnergruppe aus der Nähe von Nantes, manche französischen Paare hingegen reisen bereits seit vielen Jahren aus Überzeugung auf die Baleareninsel.

Für vergleichbare französische Reiseziele am Meer, wie z. B. der Cote d’Azur‚ muss man für ein Doppelzimmer im Hotel oder ein privates Apartment sowie Ferienhaus, fast den doppelten Preis bezahlen, wie auch Reiseleiterin Pilar Benitez bestätigt.

Tipp der luxus-feriendomizile.de Redaktion:

Exklusive und luxuriöse Villen für 6 oder 8 Personen, mit direkter Meerlage und privatem Aussenpool, bekommt man auf Mallorca beispielsweise bereits für einen Tagesmietpreis um die 200 bis 250 €. An der Cote d’Azur muss man für Luxusdomizile in Nizza oder St. Tropez, mit ähnlicher Ausstattung in Toplage, ab etwa 450 €/Tag auf den Tisch legen.

Als weiterer Grund für den französischen Tourismusboom, gelten die verbesserten Flugverbindungen der Airlines nach Mallorca. Die Streckenangebote der französischen Großstädte Paris, Lyon und Nantes, sollen zukünftig noch weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus bietet die Iberia-Tochter Vueling, die auch den Flugmarkt vom spanischen Festland nach Mallorca bedient, eine zusätzliche Verbindung von Palma nach Toulouse an.

Die marketingstrategisch erfolgreichen Bemühungen des balearischen Tourismusministeriums, sollen in Zukunft noch andere lukrative Reisemärkte erschliessen.

Dank getroffener Abkommen mit osteuropäischen Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern, sollen auch zahlungskräftige Urlauber aus der Ukraine, Russland und Kasachstan, die mallorquinische Tourismuswirtschaft in den kommenden Jahren kräftig beleben. Aus Kiew in der Ukraine, gibt es erstmalig in dieser Saison, von Mai bis Oktober, an 4 Tagen in der Woche, Direktflüge nach Palma. Die Flugfrequenz von Moskau nach Palma wurde bereits verdreifacht, auf derzeit aktuell 17 Flugeinheiten.

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