Oberwasser: Mallorcas Kreuzfahrttourismus boomt

Puerto-Portals-Mallorca

Für die Saison 2011 rechnen Experten für den Kreuzfahrttourismus mit Passagierzahlen von 1,8 Millionen. Rund 20 Prozent mehr als noch im Vorjahr. 2010 liefen etwa 500 Luxusliner mit rund 1,5 Millionen Mallorca-Touristen im Fährhafen von Palma ein.

PALMA IN SACHEN KREUZFAHRTTOURISMUS VOR BARCELONA UND MÀLAGA

Der stellvertretende Bürgermeister für Tourismus, Alvaro Gijón, sagte dazu Mitte August: „Palma hat mehr Kreuzfahrttouristen als Barcelona oder Málaga angezogen. Die Daten bestätigen, dass wir unsere Bemühungen auf die Konsolidierung des Kreuzfahrttourismus konzentrieren müssen, die Wirtschaft erfordert das.“

Die Aussage stützt er auf seine konkrete Lageuntersuchung am Ort. Gijón besuchte den Hafen von Palma zusammen mit dem Generaldirektor für Tourismus, Javier Bonet, sowie dem stellvertretenden Bürgermeister für Kultur und Sport, Fernando Gilet. Gemeinsam besichtigten sie zwei große Kreuzfahrtschiffe in Palmas Hafen: Die AIDAbella und die Costa Serena der Costa Cruceros Reederei.

KERNZIEL: PALMAS KREUZFAHRTTOURISMUSPOTENZIAL OPTIMIEREN

Das erklärte Basisziel: Das Kreuzfahrttourismuspotenzial mit Hilfe geeigneter Maßnahmen zu optimieren. Wie Alvaro Gijón bekannt gab, wolle das Rathaus von Palma dafür in Zukunft einen speziellen Tageskalender einführen. Der erfasst die Zahl aller Kreuzfahrtschiffe die täglich im Hafen von Palma einlaufen.

Gijón sagte weiterhin: „Der Kreuzfahrttourismus ist der Tourismus, der weltweit die höchsten Wachstumsraten verzeichnet. Es handelt sich um einen Tourismus, der noch Wachstumspotenzial hat, da er kein Territorium benötigt und mehr ausgibt als der übrige Tourismus.“

Unterstützung und eine gute Zusammenarbeit erhoffen sich die verantwortlichen Ressortpolitiker von den Reedereien. Dazu setzen sie auf einen konsequenten Austausch mit den zuständigen Reedereien. Der Besuch der Landespolitiker und der angestrebte Dialogaustausch sind Maßnahmen, die bei den Reedern gut ankommen. Eine Zustimmung ist auf beiden Seiten vorhanden.

Der Generaldirektor der Reederei Costa Cruceros, Bernardo Echevarria, betonte: „Der Hafen von Palma ist ein sehr bedeutungsvoller Liegeplatz für unsere Kreuzfahrtschiffe Serena, Pacífic, Màgica, Concòrdia und Mediterrània. Wir arbeiten seit 60 Jahren auf diesem Gebiet und wir sind uns darüber klar, dass ein Reiseziel nur funktionieren kann, wenn die Behörden mitarbeiten.“

„KREUZFAHRTEN SIND DERZEIT IN MODE“

Der Kreuzfahrttourismus ist für Palma ein wichtiger Wirtschaftsmotor. Davon ist Gijón überzeugt. Deshalb steht das Rathaus von Palma in enger Zusammenarbeit mit den mallorquinischen Einzelhandels- und Unternehmensverbänden sowie der Gastronomie- und Handelskammer.

Täglich soll demnach ein Kalenderupdate, mit genauen Zahlen der neu eingelaufenen Kreuzfahrtschiffe, den Gewerbetreibenden zukommen. Zusätzlich soll der Informationsservice auch auf der Webseite des Rathauses zur Verfügung stehen.

Generaldirektor Echevarria von Costa Cruceros bestätigt: „Kreuzfahrten sind derzeit in Mode“. Seine Schiffe machen jährlich rund 100 bis 150 Zwischenstopps in Palma. Dabei kommen rund 400.000 zusätzliche Touristen auf die Ferieninsel. Und die wollen unterhalten werden: Essen gehen, Shoppen und Mallorcas vielfältiges Kulturangebot genießen. Für derlei Vergnügung geben Kreuzfahrttouristen im Durchschnitt zwischen 70 und 80 Euro pro Kopf aus.

Diese Einnahmen in Höhe von rund 25 Millionen Euro dürften Palma nicht ungelegen sein. Leisten sie doch einen wertvollen Beitrag zum innerspanischen Wirtschaftswachstum und refinanzieren in Teilen die Umbaukosten für das neue 700 Meter lange Kai im Hafen von Palma. Rund 36 Millionen Euro kostete der Ausbau bisher.

Die Inselregierung reagierte damit auf den Boom im Kreuzfahrttourismus. Gijón sagte dazu: „Sollten täglich über 20.000 Kreuzfahrttouristen in Palma anlaufen, muss die Stadt vorbereitet sein.“ An dem neuen Kai könnten sechs Kreuzfahrtschiffe, mit einer Länge von rund 300 Metern, gleichzeitig ankern. Seit März 2011 laufen die Umbauarbeiten und gehen bisher zügig voran.

(c) Onlineredaktion Luxus-Feriendomizile
Text: Vivien Langner-Lemanski
Bildquelle: (c) OL / Luxus-feriendomizile.de-Onlineredaktion