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Ab Januar 2011 soll zwischen Mallorca und dem spanischen Festland mit den Arbeiten zur Verlegung eines neuen Stromnetzkabels begonnen werden, um die Stromversorgung auf der Insel zu verbessern.

Obwohl die Arbeiten mit 2-monatiger Verzögerung starten, zeigen sich die Verantwortlichen in Politik und Stromwirtschaft sehr zuversichtlich über einen zeitnahen Ausgang der Arbeiten. Bis zum Beginn der kommenden Sommersaison Anfang Juli, sollen die Kabelarbeiten nach Aussagen des Vorsitzenden der öffentlichen Netzwerkbetreibers Red Elétrica, Luis Atienza, abgeschlossen sein.

Die Kabelarbeiten waren gleich zu Beginn ins Stocken geraten, nachdem es zu Verfügbarkeitsproblemen mit den zu der Verlegung benötigten Spezialschiffen gekommen sei.

Ziel des neuen Stromversorgungsprojektes „Rómulo“, das sich über insgesamt 240 Streckenkilometer zwischen Santa Ponca, im Südwesten von Mallorca und Valencia auf dem spanischen Festland erstreckt, ist ein zusätzliches, verbindliches und leistungsstabiles Stromversorgungsnetzwerk, dass auch auf nachfragebedingte Versorgungsengpässe flexibel reagieren kann.

Derzeit hängt die gesamte Stromversorgung der Baleareninsel ausschließlich von Kraftwerksanlagen auf Mallorca und Menorca ab. Die neue Stromversorgungsleitung werde voraussichtlich ein Gesamtbudget von etwa 370 Millionen € in Anspruch nehmen.

Die unipolare Stromversorgung durch das veraltete Kohleheizkraftwerk Es Murterar in Alcudia habe zu heftiger Kritik bei Umweltschützern und Klimaforschern geführt. Neben der Stromaufbereitung aus fossilen Brennstoffen, hat im Fall von Es Murterar, auch die zusätzliche CO2-Belastung durch den Kohletransport per Schiff aus Afrika für Unmut gesorgt.

Der Betrieb von Es Murterar solle nach und nach minimiert werden. Alternativ müssen Regelungen mit den Kommunen und mit Umweltaktivisten getroffen werden, den Bau von Windkraftanlagen auf Mallorca zu forcieren. Auch die Stromversorgung durch die Nutzung erneuerbarer Energien wie Windkraftanlagen und Solarkollektoren, hatte in jüngster Vergangenheit zu Widerständen in den eigenen Reihen geführt. Dabei ist ein gemeinsamer Konsens die Basis für das neu entstehende Stromnetz zwischen Mallorca und Valencia, wenn rund 30 Prozent der Gesamtenergie aus regenerativen Energiesystemen gewonnen werden sollen.

Bildquelle: Rainer Sturm /Pixelio
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