Palma de Mallorca wird jetzt wieder Palma

palma-de-mallorca

Aus Palma de Mallorca wird jetzt wieder Palma

Jetzt ist es offiziell: Die Inselhauptstadt hat einen neuen, alten Namen. Sie heißt jetzt nur noch Palma. In der Vergangenheit gab es um den Städtenamen schon einiges hin- und her.

Zwischen Palma und de Mallorca: Ein Wechselbad der Regierungen

Bis 2008 hieß die Stadt Palma de Mallorca. In den Jahren zwischen 2008 und 2011 wurde der Zusatz “de Mallorca” unter der neuen Regierung wieder entfernt. Mit dem Argument, der Namen Palma de Mallorca ließe sich besser vermarkten, wurde der Zusatz 2011 dann wieder angehängt. Außerdem könnten so Verwechslungen mit ähnlich klingenden Inselstädten wie Las Palmas vermieden werden. 2015 stellte die linke Regierung dann erneut den Antrag einer Umbenennung, um “zurück zu den Wurzeln” zu finden. Denn Palma sei seit jeher der traditionelle Name der Stadt. Überlieferungen zufolge, trägt die Inselhauptstadt sei 123 v. Chr. den Namen Palma. Die Römer hatten die Insel erobert und die Stadt nach ihrem Siegessymbol – der Handfläche – benannt. Vor knapp einem Jahr stellte die linke Regierung dann erneut den Antrag einer Umbenennung.

Gegenvorschläge für einen Kompromiss

Um eine dauerhafte Lösung für das Namensproblem zu finden, machten sich die bürgerlichen Regionalisten für einen Kompromiss stark. Der Vorschlag: Palma solle offiziell den Namen ‚Palma‘ tragen; für touristische Zwecke dürfte aber der Namenszusatz de Mallorca verwendet werden. Das wurde von der linken Mehrheit jedoch nicht akzeptiert. Sie kündigten an, die Entscheidung bei Regierungsübername wieder rückgängig machen zu wollen. Das Hauptargument lautete, dass die Inselbewohner ihre Stadt seit jeher nur Palma nennen würden. Der Zusatz ‚de Mallorca‘ sei von außen aufgezwungen und überflüssig.

Der Beschluss zur Umbenennung ist seit dem 29.11.2016 rechtsgültig

Der vor knapp einem Jahr gestellte Antrag ist nun seit dem 29.11. offiziell angenommen. Die Hauptstadt der Insel heißt nun wieder schlicht Palma. Kritische Stimmen vermuten, dass die neue Regierung der alten mit diesem Schachzug lediglich eins auswischen wolle. Schließlich ist die permanente Namensänderung auch mit einigen Kosten verbunden.